Bilder:

Der Stolleneingang
Im vereisten Tunnel
Reichenspitze
Zillertal

Eine besondere Schitour in den östlichen Zillertaler Alpen

Bruno Staggl

Im März 2006 heißt es etwas früher aufstehen, es geht in das Zillertal, eine längere Tour in das Reich der Dreitausender ist angesagt, sieben Wettersteiner sind dabei.

 Um 7 Uhr holen wir uns an der Tankstelle in Mayrhofen die Schlüssel für die Kraftwerksstraße zum Speicher Zillergründl und kommen so durch den leicht vereisten Tunnel bis auf die Mauerkrone der Sperre, aus dem schattigen Tal in einen wunderschönen Wintermorgen.

Die Skier auf die Schultern und wieder in einen Tunnel hinein. Durch einen Vorhang aus Eiszapfen, wir müssen einige Spitzen kappen um hineinzugelangen, betreten wir ein Reich aus Eissäulen und -pfeilern und Eiswänden die von der Decke bis zum Boden reichen und in weiten Eisfeldern ausrinnen. Ein einfacher Tunnel wird zur Säulenhalle. Vorsichtig tasten wir uns vorwärts und ohne eine einzige Eisfee zu treffen, treten wir wieder hinaus in einen wolkenlosen Tag.

Der Weg über die Plauener Hütte ist nicht gespurt, daher ziehen wir gleich links ins Zillerkar hinauf Richtung Kuchelmooskopf. Bis zur Scharte gehen wir gemeinsam, die zwei stärksten, Hemmi und Hermi, fahren ab in die Karmulde unter die Reichenspitze und dann steil auf den Gipfel mit 3.303 m. Die anderen begnügen sich mit dem Kuchelmooskopf, 3.214 m, und halten nach knapp vier Stunden eine verdiente Rast mit herrlichem Rundblick.

Hermann, Franz und Koxi wurmt`s dann doch ein wenig, die Reichenspitze ausgelassen zu haben, sie hängen noch die Schneekarspitze dran. Joe und ich erwarten in Ruhe die beiden von der Reichenspitze zurück. In der Mitte des Zillerkares treffen wir alle wieder zusammen. Die Hänge sind traumhaft, der Schnee nicht ganz so – aber was soll`s, an einem solchen Tag.

Die restlichen Stationen sind schnell aufgezählt aber nicht so schnell bewältigt, das Gasthaus Bärenbad und das Haus von Franz. Gratulation zu diesem Tourenvorschlag an den zuständigen Tourenwart und beinahe ausgebildeten Wetterfrosch Hemmi.

 

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