JuniSchnee - Wenn ich nur aufhören könnte!

Bruno Staggl, Juni 2012

AMPFERSTEIN

02.06.2012, 2556 m, 1000 HM

Wettersteiner: Hemmi, Hermi, Koxi, Philipp, Rainer, Sepp S., Bruno

Der Umstand, dass es eine Juni-Tour wird, lockt gegenüber dem letzten Wochenende noch zwei weitere Wettersteiner an, wir sind sieben.

Um 7,30 Uhr treffen wir uns bei Koxi in Götzens und starten knapp vor 8,00 Uhr von der alten Lizumer Alm auf Höhe des Speichersees.

Der Schnee hat sich schon etwas zurückgezogen, so müssen wir die Skier eine Dreiviertelstunde durch Latschen und Schotter der ersten Steilstufe bis zum Anfang des Lizumer Kars tragen.

Der Schnee ist nicht hart und gut zu gehen. Nach einigen sanften Metern zieht das Kar bald steil rechts hinauf und wir gewinnen rasch an Höhe. Blicke zurück zeigen beeindruckend die Steilheit und Länge des Kars.

Über Schneefelder mit Schotterabschnitten dazwischen schwindeln wir uns mit den Skiern bis auf fünf Gehminuten unter den Gipfel. Nach knapp oder gut 2 Stunden, je nach Kondition, finden wir einen angenehmen aperen Rastplatz vor, mit einem bequemen Eck-Sitzbalken aus dem alten Gipfelkreuz gefertigt.

Die Abfahrt genießen wir in bestem Sommerfirn, fast durchgehend bis zu den Wiesen der Damenabfahrt.

Um 12 Uhr sitzen wir schon auf der Sonnenterrasse des Adelshofs, die heutige Tour genau vor unserer Nase.

Womöglich immer noch nicht die letzte Tour für diese Saison?

 

 

WESTLICHER HOHER PLATTKOFEL - oder ein Gipfel muss her!

16.06.2012, 2790 m, 900 HM

Wettersteiner: Hemmi, Sepp S., Bruno

6,00 Uhr bei Hemmi, unterwegs nehmen wir Sepp mit und parken oberhalb des TIWAG Gebäudes am Speichersee Längental.

Wir drei Unentwegte packen die Skier auf den Rucksack und marschieren um 6,45 Uhr los.

Es ist noch etwas frisch, aber das Wetter ist traumhaft, ein Sommertag ist angesagt. Nach 1 Stunde und etwa 300 HM endlich eine geschlossene Schneedecke. Der Hochreichkopf, das angestrebte Ziel leuchtet im Talschluss in der Morgensonne.

Trotz GPS und schwacher Erinnerung an eine Begehung vor 15 Jahren unterläuft unserem Hemmi ein Orientierungsfehler. Er weiß noch von einer links hinaufführenden Rampe. Eine hat sich beim Zustieg schon deutlich gezeigt

500 Meter taleinwärts hätte es noch eine gegeben. Diese aber führt uns auf die falsche Scharte. Das Schneeband liegt 200 Meter unterhalb. Durch blockiges Gelände hinunter und dann retour wieder hinauf?  Zwei Drittel entscheiden sich dagegen.

Jetzt muss aber doch noch ein Gipfel her und Hemmi findet ihn, den Westlichen Hohen Plattkofel. In einer halben Stunde sind wir nach insgesamt 3 Stunden oben, ganz allein inmitten von Gämsengagln und sehen hinüber zum verfehlten Ziel und sehen auch den richtigen Aufstieg und die richtige Scharte.. Auch Präsidenten können irren, aber was soll`s an so einem herrlichen Tag.

Der Neuschnee der letzten Woche liegt in einigen frischen Rutschern herunten und plagt auch etwas im ersten Steilhang. Dann aber schmiert es wieder einmal bis zum grünen Boden des Längentales mit seinem mäandernden Bach – wunderschön.

Die verdiente Rast im GH Haggen, die Sonne brennt richtig heiß herunter. Daheim wartet noch die Gartenliege.

Doch die letzte Tour für diese Saison?

 

 

 

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