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Watschelen 2006

Törggelen beim Nunewieser

Klaus Fink

Unser alljährliches Törggelen haben wir heuer beim Nunewieser in Terenten abgehalten. Am Freitag Nachmittag war um 16:00 Abfahrt beim Pradler Friedhof. Vorweg habe ich Grasser F., Gschwendtner R. und Eichinger W. zugeladen. Insgesamt sind wir 17 Wettersteiner.

Bei sehr schlechten äußeren Bedingungen ( Föhnsturm und Regen ) fahren wir über den Brenner. Im Pustertal machen wir noch beim Gasthaus Putzerhof eine kurze Einkehr und lassen uns den Cappucino gut schmecken.

Die Auffahrt von Niedervintl zur Jausenstation Nunewieser (1550 m ) ist problemlos um ca. 1800 Uhr sind wir dort. Das bereits am Vormittag angereiste Dreierteam erwartet uns mit einer kleinen Brettljause und mit einem Begrüßungsschnapsl. Eine gemütliche schöne alte Stube mit einem eingeheizten Ofen lässt sofort Stimmung aufkommen.

Um 1900 Uhr beginnen wir mit der Esserei – ein sehr gutes Törggele Menue wurde zusammengestellt.

Gerstlsuppe
Schlachtplatte mit Kraut, Speckknödel, Leberknödel, Wurst, Schweinshaxn, ...
Kastanien
Krapfen

 

Gemütlich sitzen wir zusammen und haben eine Mordsgaudi. Der Wein kommt auch nicht zu kurz - insgesamt werden es 37 Flaschen (0,7 l) Rotwein St. Magdalena 2001. Auch der Verdauungsschnaps schmeckt. Dabei können wir aussuchen ob wir den Schnaps „ von oben“ oder aus einem Auslasshahn „ von unten“ aus der Flasche nehmen. Eichi bedient uns dabei hervorragend.

Eichi stellt fest, dass ihm sein XXL – Wettersteiner Fließpulli erst jetzt so richtig passt. Die faltenfreie Fason lässt ihn besonders schlank wirken.

Nach dem hervorragenden Essen werden von Hermann und Klaus die Gitarren zur Hand genommen. Die Stimmung ist perfekt. Als zu fortgeschrittener Stunde Charly und Hemmi in gewohnter Art sich näher kommen erreicht die Stimmung den Höhepunkt. Auch das über Monate bestimmende Thema der „Kanonenschüsse“ wird auch heute wieder diskutiert. Viele Androhungen – hin bis zur Todesstrafe am elektrischen Stuhl werden angesprochen. Konkretes kommt allerdings nicht heraus. Der Untersuchungsausschuss wird wohl erst zur Julfeier zu einer endgültigen Entscheidung kommen.

Die ersten suchen etwa um 01:30 Uhr die Zimmer auf, der harte Kern kommt erst in den Morgenstunden zur verdienten Nachtruhe. Wobei Rainer dabei übersieht, dass der Weg in sein Einzelgemach nicht ganz ungefährlich ist. Er rammt mit voller Geschwindigkeit eine am Gang stehende Nähmaschine, was ihn in weiterer Folge einen ziemlichen „Blauen“ am Oberschenkel beschert. Hermann hat offenbar Orientierungsprobleme, er kann seine Schlafstelle nicht mehr finden. Die von ihm vorbereitete Matratze lässt sich nicht mehr auffinden. Kurzerhand nimmt er aus einem anderen Zimmer ein Gleichstück und will damit schlafen gehen. Albin der für das Verschwinden der Erstmatratze nicht ganz unschuldig war, gibt den Tipp ab, Hermann möge doch im Kasten nachschauen. Tatsächlich findet sich dort die Schlafgelegenheit. Was ist nun mit zwei Matratzen zu tun? Gewissenhaft wie Hermann ist, bringt er die zweite Matratze wieder zurück. Diese „Handling“ in einem alten Bauernhaus mit engen Gängen und Räumen zu später Stunde hat etwas gnomhaftes an sich – ein kleines Männlein schleppt Matratzen zu später Stunde hin und her - Hermann bekommt den sagenumwobenen Namen „ Matratzenklau“.

Die weitere Nacht verläuft ruhig und ohne Besonderheiten. Das ebenfalls hervorragende Frühstück - nicht gerade kalorienarm – wird bis 10:00 Uhr eingenommen. Judi, unser Mediziner,  überlegt dabei ernsthaft wieder wissenschaftlich tätig zu werden. Ihm schwebt ein Fachbuch mit dem Titel

Wie gesund ernähren sich die Wettersteiner

vor.

Nun zum sportlichen Teil. Natürlich muss der Vergleichskampf im Watschelen ausgetragen werden. Der ewige Kampf „ Jung“ gegen „ Alt“ sorgt für Spannung. Leider ist das Wetter nicht besonders - regnersich und kalt - so dass die erste Aufgabe erst einmal gelöst werden muß, nämlich einen ordentlichen Watscheleplatz zu finden. Nach mehreren Versuchen entschließen wir uns letztlich für den Vorplatz vor dem Haus, ein Teil davon ist mit einer geräumigen Garage überdeckt, so dass wir aus dem Trockenen heraus Watschelen können.

Die Bezeichnung „ Jung“ gegen „ Alt“ ist auch nicht mehr ganz zutreffend, vielmehr sollte es wohl heißen „Uralt“ gegen „Alt“.

Ein spannendes Match aber mit klaren technischen und taktischen Vorteilen für die Jugend. Zwei eindeutige Siege mit 15:9, damit mit dem Gesamtergebnis 2:0 zeigen die klare Überlegenheit der Mannschaft auf. Damit wurde der letztjährige Sieg in der Türkei eindeutig bestätigt und wohl endgültig die Trendwende herbeigeführt. Die Wachablöse im Watschelen ist eingetreten.

Ein gelungenes Törggelefest klingt aus und bald brechen wir wieder Heimat auf. Alle loben die hervorragende Organisation durch unseren Törggelewart Charly. Auch unseren Wirtsleuten, allen voran der hervorragenden Köchin und dem freundlichen Wirt wird der Dank ausgesprochen. Ohne weiteren Zwischenstopp kommen wir um ca. 16:00 Uhr in Innsbruck an.

 

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