So a Hetz!
Volle Pulle!
Heit sein sie bessa wia mia!
4:0 für JUNG!

Törggelen 2008 - Kampf der Watschele Giganten

Von Hermann Buratti

Ehrenmitglied

In jener Zeit, die Törggelen genannt wird, trafen sich die "Wettersteinerjünger" und die Alten beim Gasthaus Schneiderwiesen zu Bozen, um das Törggele Fest zu feiern. Nach vorheriger Verrichtung des Bergsteigens, wurde abends den Göttern Gambrinus, Bachus, Schweinsbratus, Sauerkrautus, Blutwurstus, Geselchtus usw. ausgiebigst gehuldigt. Auch Spiel und Gesang kam dabei nicht zu kurz. Am Morgen des folgenden Tages, in den Annalen vermerkt als der 8.11.2008, begann das dramatische Ereignis:

 

Das traditionelle Wettersteiner-Watschele-Turnier "Alt gegen Jung“!

 

 

Im Normalfall eine g'mahnte Wiesen für die Alten. Die Anfangspartie stand schon 5:0 für Alt und bei den Jüngern war schon leichte Nervosität bemerkbar. Ab diesem Zeitpunkt waren Respekt und Kameradschaft gegenüber betagten Menschen Fremdwörter, ja nahezu unbekannt! Gnadenlos wurden die Schwächen der Gegner erkannt und ausgenutzt. Die Alten, erfolgsgewohnt und überheblich, selbstsicher, sich bequem verlassend auf vergangene Seriensiege, spielten nicht nur schlecht, nein sauschlecht! Die Jungen hingegen, provokant und hundsgemein, machten jeden von den Alten , schon vermeintlich gemachten Punkt, zur Schnecke. Alleine Joe, der Smoker, brachte durch seine ungewöhnliche Wurftechnik, den "Hockekrätschwurf mit rauchender Zigarrette in der Ausgleichshand", die Alten total aus der Fassung. Als noch der Bernhard, bei dem man nie wusste, ob der Wurf dahin geht, wo er unter noch nachwirkenden Drogeneinfluss hinschaute, den Gizi fast nach Belieben traf, war bei den Verlierern nur mehr Schlechtestwatschelen angesagt. So kam es, dass die Alten erstmals im Endscore verloren und es ging auch das anschliessene Gnadenspiel an die Jungen. Widerwillig mussten die erfolgsverwöhnten Alten den Jungen zu dieser Leistung gratulieren.

Wir Alten müssen uns wahrscheinlich eine andere Sportart ausdenken, wo wir mehr bringen. Wir könnten es ja mit Watten versuchen. Da wären auch die Umwelteinflüsse wie zu kalte Temperatur, CO2 Belastung, Ozon, Wind und das Aufheben der für Betagte viel zu schweren Platten gegenstandslos.

 

Oder wir kommen zur Einsicht, wir sind einfach zu.........................................................

 

 

 

( Der Verfasser weint! Anmerkung der Redaktion.)

 

 

 

 

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