Staggl Bruno

29.August 2015, 45 km, 1340 HM

Wörgl-Marchbachjoch-Möslalm-Wörgl

Unser MTB-Spezailist H9 hat sich eine schöne Runde in den sanften Bergen um Hopfgarten ausgesucht und dazu ein Kaiserwetter bestellt.In der Einladung wurden die E-Biker eigens willkommen geheißen, fünf sind dieser Einladung auch gefolgt.

Um 8,05 Uhr treffen sich 9 Wettersteiner und Sonja am Hauptbahnhof Innsbruck, kaufen 2 „Einfach Raus“-Tickets (9,- € pro Person) nehmen in Terfens noch Steixner mit und fahren nach Wörgl. Unser Präsident Hemmi ist leider verhindert, somit fühlt sich keiner für das Zug-Bier verantwortlich. Diese Lücke schließt aber Hermi mit einer gut gekühlten Flasche Weißwein. Nach einer Stunde steigen wir um 9,25 Uhr in Wörgl aus – 513 m.

Ein Parkplatz ca. 2 km Richtung Hopfgarten ist der Treffpunkt mit den Auto-Anreisenden, Koxi, Wolfi E. mit Hermann und Franz. Da wir eine Viertelstunde zu früh ankommen, fahren wir gleich zur ersten Labestation, dem Fischteich bei Hopfgarten, durch.

Heute ist ein meteorologischer Hitzetag, über 30° C, wolkenlos und windstill – schweißtreibend. Nachdem sich alle im schattigen Gastgarten gefunden und den Durst dieser Etappe gelöscht haben, geht es etwas anstrengender weiter. Die ersten Anstiege führen auf schattenarmen Asphaltstraßen bis zu ein paar Häusern namens Penningdörfl auf 864 m.

Als rücksichtsvolle Truppe warten wir häufig zusammen und suchen dabei die kleinsten Schattenflächen auf, wo wir wie eine Schafherde zusammengedrängt auf Hermann warten, der jammert und schiebt. Ab der Abzweigung Flecklweg, der ca. 600 HM zum Marbachjoch hinaufführt, wird`s recht steil. Hermann jammert schon wieder – eigentlich mag er das Biken nicht – und schiebt. Er braucht nur eine halbe Stunde länger. Gleich zu Beginn überholt uns Luis mit seinem E-Bike, er hat uns ein wenig Vorsprung gelassen.

Jetzt geht es einmal 350 HM auf Asphalt hinauf, durch schöne Wiesen an einzelnen Höfen vorbei, heiß und ohne Schatten. Dann erst schlängelt sich ein Forstweg durch lichten Wald, flacher und schattig, ab und zu weht ein Lufthauch.Gegen 13,00 Uhr sind wir oben auf dem Marchbachjoch, 1450 m, und steuern die „Rübezahlhütte“ an, wo Siggi schon auf uns wartet. Er ist von seinem Wildschönauer Nest aus gestartet.

Eine Jause und Bier haben wir uns wahrlich verdient. Ein Feeling wie an einer Strandbar kommt auf, so warm ist es hier heroben. Koxi möchte noch zum Gipfelkreuz, also fahre ich mit ihm die 50 HM hinauf. Um 14,00 Uhr ist es Zeit zum Weiterfahren, es geht kurz steil und ruppig hinauf, dann aber flach bis zur „Horler Stiege“ auf 1474 m hinüber. Keine Stiege aber ein kleines Kapellerl erwartet uns hier. Von der Oberauer Seite führt eine Asphaltstraße herauf, eine tolle Abfahrt erwartet uns. Helme auf und los. Der Fahrtwind tut gut und bald biegen wir auf die Hauptstraße nach Oberau ein.Der Anstieg nach Oberau ist erneut heiß und bringt Hermann wieder einmal in eine Biker-Sinnkrise. Nach Niederau aber geht es wirklich nur bergab, kein Treten und angenehme Fahrtwindkühlung.

Das letzte Hüttenziel, die Möslalm, bringt einen letzten Anstieg von ca. 200 HM und Hermann wieder an den Rand der Aufgabe. Aber er überwindet sich und schiebt. Eine Asphaltstraße und oben ein anspruchsvoller Waldweg führen über ein Joch und hinunter zur Möslalm auf 964 m. Wir sind doch recht müde.

Ein wunderschöner schattiger Platz unter einem Kastanienbaum mit Blick ins Inntal Richtung Kufstein ist unsere Belohnung. Tische werden einer Tafel zusammengestellt, das Bier ist kalt, das Essen wird serviert und Hermann hat nur wenig Verspätung.

Überraschend schaut der Zach Sepp mit dem Rad vorbei, sodass schlussendlich 18 Teilnehmer um die Tische sitzen.

Das ist jetzt der rechte Zeitpunkt für eine Ehrung. Unser Vizepräsident Mäx überreicht im Rahmen einer kleinen Feier im Namen des verhinderten LH das „Goldene Kranzl mit Diamanten am Band“ samt Urkunde an unseren H9, den Organisator und MTB-Referenten, für seine Verdienste um den MTB-Sport im Allgemeinen und sein vorbildliches integratives Verhalten gegenüber den sogenannten „Mopedfahrern“ im Besonderen. Dieser ist wirklich gerührt und verspricht in seiner Dankesrede, alle Anstrengungen zu unternehmen, das in ihn gesetzte Vertrauen weiter zu erfüllen. Fotos für die Presse und nochmaliges Anstoßen.

Nach einer flotten Abfahrt so gegen 18,00 Uhr, der Fahrtwind ist noch immer eine angenehme Kühlung, geraten die Bahnfahrer in Wörgl, nachdem sich die Autofahrer verabschiedet haben, in ein Straßenfest. Bier und Musik – Steixner gefällt`s. Da das Bier nicht richtig kalt ist, wird plötzlich doch aufgebrochen, um noch den Zug um 19,35 Uhr zu erwischen. Das schaffen alle bis auf mich. Eine Gruppe von Polterinnen umzingelt mich, die Braut lädt mich auf ein Spielchen und der Zug ist weg, der Bahnsteig leer.

Aber der nächste Zug fährt schon um 20,00 Uhr, kostet allerdings ein Ticket. Als ich einsteige, ruft mich meine Tochter Nora, sie kommt von ihren Großeltern in St. Johann. Es wird doch eine angenehme Fahrt.In Innsbruck ist von meinen Kollegen nichts mehr zu sehen. Die Völser, Albin, Mäx und Sonja sowie H9 sind auf eine Pizza nach Völs gefahren, die anderen gleich nach Hause.

Ein prächtiger Tag ist zu Ende gegangen.

Wettersteiner

Albin, Bruno, Charly, Franz, H9, Hermann, Hermi, Joe, Koxi, Luis S., Mäx, Schappi, Steixner, Wolfi E., Wolfi S. Siggi, Sepp Z.

Gast

Sonja

 

 

 

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