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Der längste Vereinsabend

Klaus Fink

18. August 2005. Gschwentner Rainer unser Tourenwart hat für den heutigen Vereinsabend unser Stammlokal beim Gasthof Sailer verlassen und dafür eine Vollmondradtour auf die Aldranser Alm ausgeschrieben. Insgesamt waren 15 Wettersteiner bei diesem exklusiven Abend anwesend. Die Anreise erfolgte individuell, um 20:00 Uhr waren für uns die Plätze auf der Alm reserviert. Unsere Ehrenmitglieder Schappi und Hermann kamen sogar über den Patscherkofel Sender zur Aldranser Alm – eine stolze Leistung. Um 19:30 Uhr war ich selbst noch im Büro und musste mich dann sehr beeilen um um 20:15 Uhr beim GH Hubertus mit dem Bike starten zu können.

Das Wetter war trotz dunkler Gewitterwolken und auch leichter Regenschauer ok. 14 Wettersteiner begrüßten mich mit einem großen Hallo, als ich noch zu später Stunde auftauchte.

Der weitere Verlauf des Abends gestaltete sich äußerst harmonisch. Die sehr freundliche und nette Bedienung auf der Alm, die Weizenbiere, die guten Kasknödl,… ließen die Stimmung stark ansteigen.

Neuner Heinz genoß natürlich wieder eine Sonderstellung, jeder Wunsch wurde ihm gerade von den Lippen abgelesen und liebevoll wurde er von der Bedienung „Heinzele“ genannt und auch ob seines Körperbaues von Christine (Bedienung) geradezu angehimmelt.

Er hat auch als einziger Wettersteiner sich mehrfach im Küchenbereich aufgehalten und äußerst aktiv Privatgespräche geführt, die letztlich in der Überreichung eines „Almgeschenkes“ gipfelten. Hermann, Eichi und Mäx als exzellente Sänger und Gitarristen trugen das ihrige zur hervorragenden Stimmung bei.

Der Hofrat ….
Der Tschurifetzen…
Das Krüppellied….
Der Sanitätsgefreite Neumann….
Die Pumpn….usw.

 

Die eine und andere Runde ging durchs Lokal, die Speck- und Käseplatten zu später Stunde ebenso. Deutlich nach Mitternacht brachen wir dann gemeinsam auf, einzelne hatten vielleicht in der Dunkelheit und eventuell wegen des Alks ihre Probleme. Hugo und Charly voraus, dann eine Zehnergruppe und als Nachhut Hermann, Heinz und Rainer.

Albin und Schauerle testeten gleich ihr Können beim Bodenkontakt kurz unterhalb der Alm. Am schlimmsten erwischte es aber unseren lieben Heinzi. Normalerweise ein exzellenter Abfahrer bzw. Downhiller – zumindest behauptet er das immer von sich – hielt offenbar den Abstand zum Vordermann Buratti nicht ein und schon passierte es. Das Anhalten von Hermann führte zu einem Auffahrer von Heinzi und dann zu einem Böschungssturz, der dann ca. fünf Meter unterhalb des Weges glücklicherweise an einem Baum endete. Das Rad lädiert, unser lieber Heinzi aber ebenso.

Böse Zungen behaupteten, er käme gerade aus dem Ring nach dem Kampf mit Mike Tyson und habe Glück, noch beide Ohren zu besitzen. Ein ziemliches „Ei“ und Abschürfungen unter dem linken Auge und Verletzungen am Arm. Gott sei dank blieb aber das zentrale Riechorgan, welches für Heinzi ja von besonderer Bedeutung ist, verschont.

Es war aber schon ein besonderer Anblick, der sich uns hier im dunklen Wald bot. Irgendwie erinnerte das ganze auch an den „Mauersturz“ von Finale Ligure. Es wäre wirklich zu überlegen, ob nicht auf Vereinskosten gewisse Schutzbekleidungen – Protektoren, Vollvisierhelme und dgl. für besonders „Mutige“ zur Verfügung zu stellen sind.

Das Rad war auch nicht mehr in Gang zu bringen. Über Handy (Rainer, Hermann und Heinz bildeten eine Untergruppe) erfuhren wir als Vorhut von diesem Unfall und es brauchte ganz schön Zeit, bis die ganze Truppe wieder beisammen war.

Heinz hat zwischenzeitlich seine Frau als „Taxi“ bestellt, und dann war eigentlich das Gröbste ausgestanden. Wir fuhren weiter mit dem Bike bergab, während Heinz und Hermann mit dem Auto den restlichen Weg absolvierten. Um 03:00 Uhr war ich wieder in Absam.

Am Freitag erfuhr ich dann über Kontakt mit Eichi, dass Heinz trotz Verletzung in der Bank seiner Arbeit nachging, aber viele Kunden wegen seines grauenhaften Aussehens ihm ihr Mitleid aussprachen, da angenommen wurde, dass er heldenhaft einen Banküberfall einer Gang aus Kasachstan persönlich abgewehrt hat.

Unser lieber Heinzi hat selbstverständlich in seiner blumigen Art diese Meinung vertreten und seine „mutige Tat“ als Selbstverständlichkeit hingestellt, schließlich arbeite er ja schon jahrelang in der Volksbank als Hauptkassier. Andere haben behauptet, dass er an diesem Freitag nicht besonders gesprächig gewesen sei.

Auch alt gediente Wettersteiner konnten sich nicht erinnern, je einen solch langen und ereignisreichen  Vereinsabend abgewickelt zu haben. Es wurden schon Parallelen zu den legendären Julfeiern der Wettersteiner gezogen.

 

 

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