Präsi und Tourenwart am höchsten Berg von Korfu
Blick nach Albanien
Eine Kulturschande ....
Kultsache - Das ANPICKEN
..und über mir der Eiffelturm
... ab zum Frühstück ....
... die Ulme in Stringilias ...
...Prost mein Präsident!

Gschwentner Rainer

Korfu, 21. Juli 2010

 

 

Donnerstag Abend im Gastgarten vom Sailer – wiedermal Vereinsabend. „Hey Rainer, i hab gheart du foarsch a nach Korfu, wann?“. „Am Samstag 17.7., 9:45 Flughafen Innsbruck“. „Super, i a, dann treff ma uns in Korfu auf a Flascherl Retsina“.

 

 

 

Samstag, 17. Juli, Flughafen Innsbruck. „Hemmi leihen wir uns auf Korfu ein Mountainbike aus und fahren am Mittwoch auf den Pantokrator, den höchsten Berg von Korfu“. „ O.k., da bin i dabei, Mittwoch is a guater Tag.“

 

 

 

Mittwoch, 05:45,  raus aus den korfiotischen „Federn“ des Grecotels Daphnila Bay, Treffpunkt mit Hemmi ist in Strinilas, 630 MüM, das höchst gelegenste Dorf von Korfu. Hemmi kommt vom Norden aus Acharavi und ich vom Süden, Dasia. Ich fahre um 06:15 los. Die ersten Kilometer noch im Dunkeln bis dann bald die Sonne aufgeht. Ab Pirgi geht’s dann ca. 6 km aufwärts. Während der Auffahrt bekomme ich ein SMS: „Warte am Ortseingang auf 630 HM, 8:25.“ Beim überglücklichen Treffen folgt ein kurzer Hotelerfahrungsaustausch – Hemmi hat mit Familie schon sein Hotel getauscht – offenbar ein Wettersteinerschicksal – und weiter geht’s über die Asphaltstraße nach oben. Über das Hochland von Strinilas führt es leicht ansteigend hinauf, bis der Pantekrator vor uns liegt. Zum Schluß folgt noch ein extrem steiler – ca. 100 Höhenmeter – Anstieg auf einer Betonpiste bis auf den Gipfel des Pantokrator, 905 MüM. Geschafft!

 

 

Der Ausblick über Korfu und bis nach Albanien ist grandios. Auf dem Gipfel duckt sich ein ehemaliges Kloster aus dem 17. Jh. zwischen zivilen und militärischen Antennenmasten. Seit 1998 wird es während der Sommermonate wieder bewohnt. Über das Kloster wurde ein riesiger Sendemast gestellt. Eine Kultursünde sind sich Hemmi und ich einig. Ausschauen tut das Ganze wie der Eiffelturm. Fotos, SMS, das Wettersteinerpickerl anbringen und ein kurzer Besuch im Kloster und dann fahren wir steil zurück nach Strinilas. Wir haben ja beide noch nichts gefrühstückt. Im Dorf angekommen versuchen wir um 09:15 in einer Taverne unter einer riesigen Ulme ein Bier zu bekommen. Unmöglich! Jeder schläft hier noch. Probieren wir es halt bei der Taverne beim morgendlichen Treffpunkt. Hemmi entdeckt dort außerhalb der ebenso geschlossenen Taverne einen prall mit „Mythos“ und Cola gefüllten Eiskasten. Nach kurzer Überlegung trauen wir uns. Wir wollen einfach Geld hinterlassen und entscheiden uns für ein SBMythos. Hemmi öffnet nach alter „Maurermanier“. Eiskalt, perfekt. Herrlich! Bevor wir uns für ein Zweites entscheiden fährt der Chef vor; aus seinem Auto heraus begrüßt er uns lächelnd mit einem kurzen „Kalimera - o.k. Selfservice“. Die Chefin des Hauses ist gut gelaunt und serviert uns zum Frühstück griechische Butterbrote und grüne Gurkenstücke.

 

 

Um 10:30 trennen sich die Wege von Hemmi und mir. Er fährt zurück nach Acharavi und ich will noch nach Zygos und Sokraki. Die Abfahrt von Sokraki nach Dasia wird für mich zum zweiten Erlebnis. Die meist nur einspurige Asphaltstraße schraubt sich wie ein Korkenziehergewinde in 23 Haarnadeln und noch mehr sanfteren Kurven an einem steilen Hang hinunter und offenbart immer wieder atemberaubende Ausblicke über die Mitte und den Süden von Korfu.

 

 

Jetzt wird’s langsam unerträglich heiß und die letzten Meter zurück zum Hotel werden zur Qual. Trotzdem war es ein Supererlebnis und nach kurzem Sprung in den kalten Pool denke ich über eine zweite Auffahrt nächste Woche auf den Pantokrator nach ……

 

 

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