Auf der Kolbenspitze
Abfahrt durch das Farmazontal
Eine geile Abfahrt
I steh auf der Strossn und wart auf a taxi, oba es kummt nit
Bei der Hildergard schmecken die Spaghettis doch am besten....
Wer will bei diesem Sch...wetter auf Skitour gehen
Aufstieg im Nebel auf das Falschnaljöchl
Die letzten Meter zum Schwarzkopf
Wie sagte ein lustiger Zeigenosse: So muss es im Himmel sein!
Was so ein Blues ausmacht....
Gruppenfoto OHNE Dame
Am Eingang zum Faltmartal
Der Gipfel in greifbarer Nähe: Die Rötenspitz!
Gemütliche Rast am Gipfel
So schön, schön war die Zeit...und ...natürlich der Schnee!
Ohne Wort!
Die mit dem Rettungsschirm - WSM - tanzen...eigentlich liegen!
Prost! Meine Herren!
Spannend!
Wahnsinn....
Am Aufstieg zum Hinteren Seelenkogel
In der Gipfelflanke - links Eis!
Die letzten Meter zum Gipfel - 3.489 Meter
WIR haben noch Kraft zum Jubeln
Auf der Abfahrt nach Pfelders
Watschelen live in HD
The LEGEND
Die wahren Heldinnen/Helden dieser Woche... DANKE!

Pfelders 2013

Fink Klaus, April 2013

Tolle Tourentage in der Texel Gruppe

Am 19.05.2012 wurde die Liebener Spitze von drei Wettersteinern bestiegen (Aschi, Kogsi, Bruno) und dabei das Tourengebiet rund um Pfelders als besonders lohnend erkannt. Bald wurde im Verein beschlossen für 2013 Pfelders als Tourengebiet auszuwählen. Wie sich herausstellte eine sehr gute Wahl. Es ist ja nicht die erste Auslandsfahrt der Wettersteiner welche durchgeführt wird. Viele Jahre werden seitens des Vereines tolle Ziele ausgesucht und die Reisen dorthin bestens vorbereitet und organisiert. Auch diesmal war es so, vor allem unser Präsident Aschi hat wiederum viel Zeit investiert um Buchungen und Reservierungen vorzunehmen und entsprechende Tourenziele auszuwählen. Erstaunlich ist, dass das Interesse an diesen Auslandsfahrten nach wie vor ungebrochen ist, im Gegenteil, das Interesse zur Teilnahme steigt sogar. Heuer haben sich insgesamt 30 Teilnehmer angemeldet, davon 28 Vereinsmitglieder, ein Vereinsanwärter (Felder Reini) und ein Gast – der Schwiegersohn von Kogsi (Sailer Gerhard). Der Zeitraum, Mi 10.04.2013 bis So 14.04.2013, also insgesamt 5 Tage war bald festgelegt und unser Quartier, der Pfelderer Hof ebenso. Der Pfelderer Hof hätte bereits geschlossen gehabt, die Skisaison in Pfelders ist beendet, auf Grund der großen Truppe wurde das Hotel aber wieder für uns geöffnet. Damit waren wir aber auch die einzigen Gäste im Hotel und hatten das gesamte Haus für uns alleine. Nur wenige der Teilnehmer kennen das Tourengebiet in Pfelders, im Winter ist es eigentlich für alle Teilnehmer Neuland. Es ist das erste Mal, dass Wettersteiner in Pfelders auf Skitour gehen. Die Truppe ist bunt zusammengestellt. Unser jüngster Teilnehmer – Staggl Gregor Jahrgang 1988 und unser ältester Teilnehmer – Grasser Franz Jahrgang 1936, da liegen ein paar Jährchen dazwischen. Pfelders bietet eine breite Palette von Tourenmöglichkeiten, manche Touren erfordern eine gute Kondition und Ausdauer sind doch zwischen 1.300 HM und 1.400 Hm zu bewältigen. Der alpine Klassiker ist wohl der Hintere Seelenkogel, eine schwierige hochalpine Tour über 1.900 HM. Also ist für jeden etwas geboten. Im Hotel Pfelderer Hof sind wir gut untergebracht, ein *** Haus. Die Wirtsleute, Marlene und Peter Gufler, haben uns freundlich aufgenommen und die Wettersteiner auch gleich ins Herz geschlossen. Die ebenso freundliche Bedienung, Nicoletta – eine hübsche Ungarin – versteht es mit den Wettersteinern bestens. Der Stützpunkt entspricht voll unseren Vorstellungen, das Abendmenü, das Frühstücksbuffet, die mitternächtlichen Speckplatten, der Lagrein – es ist alles geboten, was das Herz begehrt. Die Anreise erfolgt individuell mit PKW’s, die meisten Kollegen reisen am Mittwoch an, zwei weitere Teilnehmer am Donnerstag und weitere drei Teilnehmer erst am Freitag. Das Wetter ist etwas durchwachsen, DO und FR sind Schlechtwettertage mit Nebel und Schneeregen, die restlichen Tage sind tolle Tourentage bei bestem Wetter Tourenberichte

Mittwoch, 10.04.2013

Die Wetterprognose ist nicht schlecht. Etliche Kameraden nutzen den Anreisetag bereits als ersten Tourentag. Drei Tourenziele werden mit unterschiedlichen Gruppen ausgewählt: · Kolbenspitze · Hochplatt Spitze im Jaufental · Fladinger Berg in Ratschings Auf Grund der unterschiedlichen Ziele sind auch unterschiedliche Abfahrtszeiten vereinbart. Die Autos Fink (Fink, Grasser, Buratti) und Eichinger (Eichinger, Schauer, Wegscheider) treffen sich um 07:30 Uhr am Parkplatz Europabrücke. Wir fahren nach Sterzing, Richtung Jaufenpass und dann links weg in das Jaufental. Grasser F. hat die Hochplatt Spitze ausgesucht, für die meisten von uns eine neue Skitour. Das Wetter ist schön und der Aufstieg landschaftlich ein Genuss. Direkt vom Auto weg, waldfreies Gelände. Rechter Hand über einen Forstweg hinauf bis zu einem Almgebäude. Hier müssen wir unsere Felle pflegen, es stollt auf. Auf dieser Tour sind wir fast alleine, nur eine einzelne Tourengeherin mit Hund kommt uns entgegen. Sie ist bereits in der Abfahrt. Über herrliches Gelände nähern wir uns dem Gipfelhang. Kurze Beratung, dann wird beschlossen den Hang nicht anzugehen. Sehr steil und doch beträchtliche Neuschneemengen raten davon ab. Die Abfahrt ist der reine Genuss. Toller Pulverschnee bzw. im untersten Teil Firn. Ab der Alm verlassen wir die Aufstiegsspur und bleiben in direkter Linie etwas rechts bis zum Talschluss. Der Weg führt uns nunmehr mit dem Auto weiter über den Jaufenpass. Dort gönnen wir uns noch einen Blick hinüber zu unserm Gipfel und bewundern die Abfahrtsspuren. Auf der Südseite des Passes machen wir noch beim GH Innerwalten einen Zwischenstopp. Hier stossen dann noch die Autos Neuner (Neuner, Schappacher, Neuhauser) und Judmair zu uns. Wir trinken noch gemütlich das eine oder andere Gläschen und erkundigen uns beim Wirt wie es denn mit der Polizia Stradale ausschaut. Dieser gibt allerdings großzügig Entwarnung. Allzu lange bleiben wir dann doch nicht und machen uns an die Weiterreise Richtung Pfelders. Dort werden wir bereits von anderen Kollegen herzlich begrüßt und erfahren auch, dass auch für diese Gruppe die Kolbenspitze eine tolle Skitour war. Die Zimmer werden bezogen und wir freuen uns auf tolle Tourentage in Pfelders.

Donnerstag, 11.04.2013

Das Wetter ist schlecht. Nebel und Schneeregen. Wir frühstücken um 06:30 Uhr. Unser Präsident ruft die Schieferspitze als Tourenziel aus. Nicht alle folgen dem Aufruf. Es bilden sich mehrere Gruppen – eine Gruppe ist mit dem Präsidenten unterwegs Richtung Schieferspitze, die andere Gruppe hat die Pistentour zur Bergstation der Karjochbahn gewählt. Eine dritte Gruppe geht zur Faltschnal Alm. Mit der Schieferspitze wird es nichts, da diese vom Anstieg durch das Faltschnaltal sehr steil aussieht. Die Gruppe wählt als lawinensicheres Alternativziel den Schwarzkopf aus, der über das Spronser Joch erreicht wird. Dort beendet ein Teil die Tour,, sechs andere steigen noch – unter Verwendung eines GPS-Geräts - weiter bis auf den Schwarzkopf. Eine ziemlich nebelige Angelegenheit. Nach Berichten ist die Schieferspitze eigentlich gar kein Tourengipfel, der Gipfel kann über den Grat sicherlich nur zu Fuß in alpiner Kletterei bezwungen werden. Die Pistengeher müssen sich stark motivieren um überhaupt zu starten. Der frühe Weisswein in der gemütlichen Hotelstube wäre keine schlechte Alternative. Aber der Tag ist lang und eigentlich schadet Bewegung auch nicht, so brechen einige Wettersteiner trotz Regens zur Skitour auf. Trotz Piste ist die Orientierung im oberen Teil durch den Nebel sehr erschwert, wir erreichen aber alle die Bergstation. Bei der Abfahrt kommt uns noch Siggi entgegen, der sich dann aber entschließt gemeinsam mit uns abzufahren. Schwarzenberger Luis ist auch auf Tour und trifft im Faltschnaltal mit der Gruppe des Präsidenten zusammen. Bald sind wir wieder alle im Hotel und bietet sich ein bequemer Saunagang bis zum Abendessen an.

Freitag, 12.04.2013

Das Wetter ist leider schlecht, es regnet. Wir frühstücken um 07:30 Uhr. Grasser Franz und Hammerer Gerd fahren nach Laas um dort den bekannten weißen Laaser Marmor zu besichtigen. Andere verweigern überhaupt eine Skitour und machen es sich im Hotel bequem. Ein Großteil der Wettersteiner geht aber trotz des schlechten Wetters mit unterschiedlichen Startzeiten auf Skitour. Die Bergstation der Karjochbahn auf 2.502 m ist unser Ziel. Regen und Nebel begleiten uns im Aufstieg. Teilweise stollt es mächtig auf. Die 900 HM werden von fast allen Teilnehmern abgearbeitet. Kurze Gipfelrast, wobei manche es sich nicht verkneifen können über modisches Outfit einen Kommentar abzugeben. Marken („Norrona“) und Farben (signalgelb) rufen nach einem Modebeauftragten bei den Wettersteinern. Sicherlich ein Thema, welches noch nicht ganz gegessen ist. Bald fahren wir ab. Die Abfahrtsbedingungen sind nicht so schlecht. Direkt bei der Talstation machen wir noch beim „Karl“ einen Einkehrschwung. Bin mir nicht ganz sicher, ob es wegen des Biers oder wegen der slowakischen Bedienung ist, dass die Stimmung trotz Regens stetig steigt. Wir verlassen jedoch bald die Bar, da wir ja um16:00 Uhr mit dem Watscheleturnier beginnen müssen.

Samstag, 13.04.2013

Endlich schönes Wetter. Die beiden letzten Tage waren auf Grund des Nebels und des Schneeregens nicht besonders motivierend. Heute ist traumhaftes Tourenwetter. Alle 30 Teilnehmer entschließen sich zur Skitour und man glaubt es kaum, auch zum gleichen Tourenziel. Heute soll die Rötenspitze bestiegen werden. Wir frühstücken um 06:30 Uhr und fahren dann mit den Autos wenige km talaus bis zum GH Bergkristall. Hier können wir ohne Probleme parken. Zuerst über den Forstweg hinein bis zur Faltmaralm, hier öffnet sich das Tal mit einem gewaltigem Panorama. Das Feld der Wettersteiner ist ziemlich auseinander gezogen, diesmal allerdings kein Fehler, man stelle sich vor 30 Tourengeher aufgefädelt, wie auf einer Perlenkette. Im oberen Teil muss Spurarbeit geleistet werden, der Neuschnee der beiden vergangenen Tage ist nicht unbeträchtlich. Der Gipfel wird über den Grat direkt mit Skiern erreicht. Ziemlich was los. Insgesamt erreichen 28 Wettersteiner den Gipfel, eine nachkommende italienische Kleingruppe aus Vicenza staunt nicht schlecht, was hier alles los ist. Abfahrt direkt vom Gipfel ziemlich steil im besten Pulver. Die schnellen Wettersteiner lassen sich natürlich die jungfräulichen Hänge nicht entgehen. Das Gelände ist allerdings so weitläufig, dass auch für die später abfahrenden noch genügend unverspurtes Gelände zur Verfügung steht. Es ist traumhaft. Bald erreichen wir wieder die Alm, dann geht es unproblematisch hinaus bis zum Parkplatz. Eine wirklich tolle Skitour. Rainer hat in Innerhütt ein Gasthaus ausfindig gemacht, alle Wettersteiner finden auf der Sonnenterasse Platz und die freundliche Wirtin Hildegard nimmt gerne die Bestellung auf. Nudeln, Knödelquattro oder Speckknödelsuppe. Alles schmeckt hervorragend. Die Stimmung wird nur leicht getrübt als unser bestigster Reisekassier zum Einschuss ruft, dieser hält sich mit 10.--€ aber sehr in Grenzen. Im Gegenteil, nach kurzer intensiver Beratung wird der EU-Wettersteiner-Rettungsschirm inklusive Hebelwirkung aktiviert und der Vereinszuschuss auf 2.000.--€ erhöht. Damit ist die Sache gelaufen und wir sind die finanziellen Probleme mit einem Schlag los. Letztendlich wird jedoch der Rettungsschirm gar nicht aktiviert, vielmehr fließen noch 270.-- € an die Kassa zurück, sodass lediglich 1.230.-- € als Vereinszuschuss zu verbuchen sind. Es wird noch der Rotwein verkostet, dann heißt es jedoch aufbrechen, muss doch um16:00 Uhr das Watscheleturnier fortgesetzt werden.

Sonntag, 14.04.2013

Ein traumhafter Tourentag. Es bilden sich drei Tourengruppen. Die erste Gruppe besteigt den Hinteren Seelenkogel, eine konditionelle und alpine Herausforderung. Immerhin sind 1.900 HM zu bewältigen. Um 05:00 ist der Abmarsch terminisiert. Steigeisen und Harscheisen sind unverzichtbar. Insgesamt sind 10 Kollegen unterwegs, davon bricht Graser Markus nach ca.300 HM auf Grund von Knieproblemen ab und schließt sich dann in weiterer Folge der Gruppe Kolbenspitze an. Die restlichen neun Seelenkogel-Aspiranten setzen den Aufstieg fort, zuerst genügen die Harscheisen, ab einer Höhe von ca. 2.300 m müssen aufgrund der Steilheit des Geländes (rund 40 Grad) die Steigeisen angeschnallt und die Schi am Rucksack festgemacht werden. Kurz unterhalb der Zwickauer Hütte wird es wieder etwas gemütlicher, ehe sich der Planferner in einer eindrucksvollen Flanke zum Gipfel hin wieder aufsteilt. Sailer Gerhard verzichtet auf die letzten HM zum Gipfel, so dass 8 Teilnehmer letztlich nach rund 5 Stunden am Seelenkogel ankommen. Belohnung für diese Mühen ist neben der großartigen Aussicht auch die Genugtuung, einen großen Gipfel der Ötztaler Alpen über einen höchst anspruchsvollen Aufstieg erreicht zu haben. Die Abfahrt macht mit Pulver im oberen Teil und anschließendem Firn ihre Aufwartung, wobei wieder lange Stücke in durchgehend sehr steilem Gelände befahren werden müssen. Kogsi fragt vergeblich, wo denn hier die Familienabfahrt sei. Um Punkt 12 Uhr schwingen neun zufriedene Seelenkögler in Pfelders ab. Die zweite Gruppe wählt die Bergstation am Karjoch als Tagesziel. Sie können am längsten die Nachtruhe geniessen, der Aufbruch ist zeitlich unkritisch. Zumindest ab der Mittelstation sind perfekte Pistenbedingungen, im oberen Teil merkt man noch die Skispuren der vergangenen Abfahrten. Die dritte Gruppe hat die Kolbenspitze als Tourenziel ausgewählt, welche ja bereits am Anreisetag durch etliche Wettersteiner bestiegen wurde. Wir fahren talaus nach Ulfas und weiter bis Kratzegg. Ein Auto bleibt auf der Hauptstraße zurück, da eine Überschreitung geplant ist und damit eine andere Abfahrtsroute als die Aufstiegsroute anvisiert wird. Vom Parkplatz weg ein kurzes Stück auf der Forststraße, dann rechts weg, der Markierung Nr. 2 folgend. Die Spur im Wald ist etwas eisig und stellenweise steil. Bald erreichen wir die Waldgrenze und das offene Almgelände. Herrliches Skigelände, der Grat mit dem markantem Steinmann ist gut erkennbar. Eine etwas mühsame Querung, dann ist man im eigentlichen Aufstiegsgelände. Die Sonne wird stärker und damit die Schneebedingungen für den Aufstieg etwas schlechter. Es stollt extrem auf. Sehr mühsam, mehrere Entstollungsversuche bringen wenig. Zuletzt werden die Felle mit Sonnencreme behandelt, dies zeigt den gewünschten Erfolg. Bis zum Steinmann zieht es sich, zwischenzeitlich haben Miller Ossi und Judmair Gert die Tour abgebrochen. Beim Steinmann sind Wegscheider Albin und Stoll Philipp am Ziel angelangt. Vom Steinmann sind es noch gut 200 HM bis zum Gipfel. Die letzten HM werden zu Fuss zurückgelegt, ein kurzer jedoch steiler Aufschwung zwingt die Ski auf den Rucksack. Wir genießen das herrliche Wetter am Gipfel, das gewaltige Panorama und freuen uns auf die Abfahrt. Eine Abfahrt der Sonderklasse. Es sind beste Schnee und Sichtbedingungen und ein traumhaftes Skigelände. Es ist eine reine Freude. Im untersten Teil der Abfahrt geht der Pulver nahtlos in Firn über, wenige HM hinunter bis zum Bauernhof. Hier ist die Skifahrerei zu Ende. Dann der Forststraße entlang bis zur Hauptstraße. Dort werden die Fahrer wieder zurück gebracht nach Kratzegg um die Autos zu holen. Wir fahren wieder zurück nach Pfelders, treffen dort noch etliche Kameraden und genießen noch die Sonnenterasse. Nudeln, Schlutzer und Bier lassen die Kräfte wieder zurückkehren. Wir haben noch Gelegenheit die Duschen zu benützen und machen uns dann an die Heimreise. Die Fahrt führt wieder über den Jaufenpass zurück. Wir halten kurz vor der Passhöhe an um das herrliche Panorama zur Kolbenspitze zu genießen. Die tiefgrünen Wiesen im Vordergrund und die weißen Gipfel – einfach eine Wucht. Kurz vor dem Brenner, beim Silbergasser, machen wir – die Autos Fink, Eichinger und Neuner noch einen Zwischenstopp, dann wird die Pfelderer Woche endgültig beendet.

Allerlei Lustiges

Donnerstag,11.04.

Klubabend im Pfelderer Hof Auch bei unseren Auslandsfahrten halten wir selbstverständlich den Klubabend ab. Auch die Glocke darf dabei nicht fehlen. Aschi leitet den Klubabend souverän wie immer. Die Tourenberichte werden in Kurzform abgegeben, vom letzten Samstag wurden Berichte über die Rochol Spitze bzw die Maurer Spitze gegeben. Auch über die beiden Pfelderer Tage ( Mittwoch, Donnerstag) wurde kurz berichtet. Der offizielle Teil wurde bald abgeläutet, dann wurde zum gemütlichem Teil übergegangen. Mäx, Hermann und Eichi sind an der Gitarre wahre Musikkünstler und werden von Schappi vorzüglich gesanglich unterstützt. Es ist ein echter Wahnsinn, was hier an Unterhaltung geboten wird. Vieles ist den Wettersteinern ja bereits bekannt, aber trotzdem immer wieder eine echte Bereicherung. Alle einschlägigen Lieder werden vorgetragen. Die Wirtsleut haben mit uns die größte Gaudi. Es wird fleißig gesungen und konsumiert, zu später Stunde werden noch zwei ausgiebige Speckplatten serviert und es ist schon sehr spät als die letzten das Lokal verlassen. Beim Rundgang zu später Stunde mit der Whiskyflasche – Gregor und Aschi – meinen es gut mit den Kameraden, wird fast überall Einlass gewährt und der letzte Schlummertrunk genossen.

Schwamm'drüber Blues

Wir sind ein Verein mit 60 Mitgliedern, da kann es schon vorkommen, dass sich der eine oder andere ein bisschen in die Haare kriegen. So geschehen bei eigentlich zwei dicken Freunden – H9 und Bauchmeister Eichi. Beide sind nicht schlecht im Austeilen, aber offenbar etwas empfindlicher im Einstecken. Bei irgendeiner Skitour haben offensichtlich die Kommunikation und die Blinkzeichen nicht ganz funktioniert. Das Ende vom Lied, beide sind beleidigt nach Pfelders angereist, dies führte soweit, dass sogar im Gasthaus Innerwalten kein gemeinsamer Tischgefunden werden konnte. Ein Zustand der untragbar ist und natürlich auch bei den anderen Wettersteinern Fragen aufwarf. Unser Präsident Aschi und sein hervorragender Vize Mäx haben kurzer Hand einen „Versöhnungsblues“ komponiert und diesen auch beeindruckend am Klubabend am Donnerstag,11.04. präsentiert. Da gab es dann kein Zaudern mehr – H9 und Eichi lagen sich bald in den Armen, sogar der russische Bruderkuss wurde gegeben und auf Lebzeit Freundschaft und Harmonie geschworen. Der überreichte Schwamm soll daran erinnern, nicht jede Kleinigkeit sofort auf die Waagschale zu legen und vielleicht das eine oder andere Problem einfach weg zu wischen.

Ein Wettersteiner, der STENO spricht

Alle kennen unseren liebenswerten Schauerle, der allerdings bei zu starkem Alkohlgenuss auch ein bischen anstrengend werden kann. Seine erbliche Veranlagung zur schnellen Sprache ist wohl nicht mehr korrigierbar, wir haben uns ja schon fast alle daran gewöhnt und nehmen in Kauf nicht alles zu verstehen, was Schauerle so von sich gibt. Schon im Normalzustand sprudelt es nur so heraus, unter mässigem Alkoholeinfluss ist es schon fast ein Wasserfall bzw. Wortschwall der zu verdauen ist. Auf Grund seiner enormen Sprachgeschwindigkeit wurde festgestellt, dass Schauer wohl der einzige Wettersteiner ist, welcher auch in STENO reden kann, das übliche STENO wird ja von mehreren Mitgliedern beherrscht.

Tschenga – ein Spiel für die Jugend

Kogsi hat vor etlichen Jahren ein „Riesentschenga“ mit gehobelten und präzise zugeschnittenen Bauklötzen dem Verein überlassen. Immer wieder wird dieser Bausatz ins Ausland mitgenommen und eifrig damit gespielt. Auf unserer Sonnenterasse im Pfelderer Hof war es dann wieder einmal so weit. Zwei Wettersteiner und ein Anwärter – Staggl Gregor, Marius Massimo und Felder Reini versuchten es. Ein schwieriges Spiel, das auch bei den Wirtsleuten und anderen Gästen im Pfelderer Hof Interesse weckte. Der Turm wuchs und wuchs, alle Berechnungen unserer beiden Statiker Schauer Wolfgang und Winkler Toni lagen falsch. Um weiter bauen zu können mussten sogar zwei Tische übereinander gestellt werden, um die Spitze des Turmes zu erreichen. Eine beträchtliche Höhe wurde erreicht, bis der letzte Stein das Ende des Bauwerkes besiegelte. Eines muss man der Jugend zugestehen – sie haben eine ruhige Hand und sind nervenstark.

Alarm! Die Sauna brennt

Gerne wird nach einer anstrengenden Skitour ein entspannender Saunagang genossen. So auch am Donnerstag,11.04. Die Wirtsleute heizen die Sauna an und etliche „Sauna- bzw. Aufgussexperten“ geniessen die Sauna. So weit so gut, bis unser Goriup Bernhard, auch bei anderen Aktivitäten nie verlegen, die Idee hat einen speziellen Aufguss für seine Kameraden durchzuführen. Normales Wasser ist natürlich zu wenig, es muss eine besonders aromatische Aufgussflüssigkeit her. Gori, nicht fad, macht sich auf die Suche und bringt einen 5 li Kanister daher, geschmacklich ok, allerdings ohne Beschriftung und andere Kennzeichnungen. Es wird wohl das Richtige sein. Kurzer Hand wird ein Aufguss durchgeführt. Oh Schreck – eine Stichflamme bis an die Decke. Der Feuermelder schlägt an, der Feueralarm wird ausgelöst. Unser lieber GO GO BERNIE hat Massageöl auf die heissen Steine gegossen. Marlene, unserer Wirtin, die Gutmütigkeit in Person, ist sofort zur Stelle und ist froh, dass nicht mehr passiert ist. Bei der FF in Pfelders muss der Alarm als Fehlalarm quittiert werden. Und die Moral von der Geschicht, lasst den Bernie in die Sauna nicht.

Eine Skitour ohne Rucksack

Wir Wettersteiner sind eine vorbildliche alpine Gesellschaft. Alles was sicherheitsrelevant ist wird im Rucksack verstaut. Schaufel, Sonde, Biwaksack,… werden fein säuberlich verstaut. Kaum vorstellbar, dass der gesamte Rucksack zurückbleibt und man ohne Rucksack auf Tour gehen kann. So geschehen in Pfelders am Donnerstag, den 11.04. und wer glaubt, dass dies natürlich einem „Alten“ passiert (Gedächtnislücken!!) der irrt gewaltig. Unser Jüngster – Gregor Staggl – hat dies zu Stande gebracht. Vielleicht deshalb, weil er den Termindruck des gemeinsamen Tourbeginnes unterschätzt hat. Um 07:30 war der Aufbruch vereinbart. Regen und Schnee haben die Motivation gedrückt, Trotzdem haben sich etliche gefunden, welche auf Tour gehen wollten. Als plötzlich seitens des Präsidenten der Marschbefehl erteilt wurde, setzten sich alle in Bewegung um ja keinen Startnachteil auf der Tour zu haben – so auch Gregor. Es dauerte ein Weilchen bis der Verlust bemerkt wurde, nicht etwa Gregors Vater Bruno, welcher ja noch eine elterliche Verpflichtung wahrnehmen müsste hat den Verlust entdeckt, nein es war unser sehr erfahrener und umsichtiger Bauchmeister welcher die Frage stellte, ob er – Gregor – keinen Rucksack in Pfelders hat und auf Grund seiner Jugend einfach so auf Tour geht. Die Vergesslichkeit wurde raschkompensiert, zurück zum Start, Aufnahme des Rucksackes und wiederum Anschluss an die Truppe.

Watschelen

Der legendäre Vergleichskampf zwischen „ALT“ und „JUNG“ darf natürlich bei keiner Auslandsfahrt fehlen. Wobei es langsam schwierig wird, eine eindeutige Altersgrenze zwischen den beiden Mannschaften festzulegen. Der älteste „JUNGE“ – Steixner Josef ist mit Geburtsdatum 03-06-1959 bereits fast ein „ALTER“. Bei schlechten äußeren Bedingungen starten wir am Freitag, 12.04. um16:00 unser Turnier. Es gibt Schneeregen, tiefen Boden mit Wasserlachen und eisige Temperaturen. Trotzdem treten beide Mannschaften mit jeweils 11m Spielern an.  Der 1. Satz ist mit 15:2 (ALT:JUNG) eine klare Sache. Der zweite Satz ebenso, diesmal allerdings für die Jungen mit 1:15. Bald werden Stimmen laut, den Wettkampf abzubrechen. Es macht witterungsmäßig wirklich wenig Sinn. Trotzdem beginnen wir den dritten Satz. Beim Spielstand 7:3 für die Alten wird endgültig abgebrochen und auf morgen verschoben. Am Samstag kann die Partie zu Ende gespielt werden. Kurz und schmerzlos wird der dritte Satz mit 15:5 für die Alten entschieden. Damit endet das Watschelen mit 2:1 für die Alten. Ganz ohne Hektik kann die Partie aber trotzdem nicht beendet werden. Im letzten Wurf des dritten Satzes, obwohl der Sieg bereits feststeht, geht Siggi volles Risiko. Dies gefällt unserem Ehrenmitglied Schappi gar nicht, er teilt einen kräftigen Fusstritt aus, was wahrscheinlich eine gebrochene linke große Zehe bei Schappi nach sich zieht und bei Siggi einen tollen Bluterguss am Arsch hinterlässt. Beide Mannschaftsführer – Präsident Aschi und Schriftwart Fink- bedanken sich bei den beiden Mannschaften und beim „Watschelezeugwart“ Hermi. Beim Abendessen wird ein kleiner Trostpreis an die Jungen gegeben, eine Indoorwatschele Ausrüstung, welche zum Training motivieren soll.

Hermann Buratti – die Legende – feiert am14.04. seinen 74.Geburtstag

Es ist etwas Besonderes im Kreise seiner Freunde und bei einer Auslandsfahrt der Wettersteiner seinen Geburtstag feiern zu dürfen. Hermann, geb. am 14.04.1939 kann neben anderen Wettersteinern als „Wettersteiner Urgestein“ bezeichnet werden. Weit reichen seine Tourenerinnerungen zurück und es ist immer wieder erstaunlich, was Hermann an Tourenvorschlägen hervorzaubert. Wir alle sind froh, dass es Hermann so gut geht und gratulieren herzlich zu seinem Geburtstag. Die Geburtstagsfeier wird terminlich auf den Vorabend verschoben und wird nach dem Abendessen ausgiebig gefeiert und gesungen. Mäx präsentiert sein reichhaltiges Repertoire und Schauerle bringt punktgenau seinen „Kuckuck“ beim Kufsteinlied unter. Die ausgelassene Feier findet spät nach Mitternacht ihr Ende.

 

 

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