Bilder:

Schiausflug nach Obernberg 1937
Sonnwendfeuer 1928

Geschichte

1894-1919       1920-1949        1950-1979        Achtziger        Neunziger        Neuzeit

1920-1949

1920      Roman Scheran, ebenfalls Gründungsmitglied der HG Alpenraute Lienz, wird Vorstand.

1921      Auf dem Rinnennieder (3.002 m) wird eine Gedenktafel für die Gefallenen im 1. Weltkrieg angebracht.

1927      20jähriges Stiftungsfest in Obernberg

1928      Aufgrund der Inflation wird das Vereinsvermögen in Schnaps, abgefüllt in Fässer, sicher angelegt

1929      Bis zu diesem Jahr sind unsere Mitglieder aktiv im Bergrettungsdienst tätig. Gipfelbücher werden auf der Reither Spitz, dem Lüsenser Fernerkogl, der Leutascher Dreitorspitz und der Ruderhof Spitz deponiert.

1937      Das 30-Jahr-Bestandsjubiläum findet in Brandenberg statt, zu dem der Ehrenobmann Holzmann und der Tourenwart Marchetti von Innsbruck aus zu Fuß anreisen. Einige Male werden Winterbergfahrten in die Ferne unternommen, so in die Silvretta, ins Ortlergebiet, nach Obergurgl und ins Engadin. Die Wettersteiner veranstalten auch Wanderkneipen und Kegelabende in der Umgebung von Innsbruck, sie zeichnen sich meistens durch lange Dauer und ein feuchtes Ende aus. Bis 1939 gibt es alljährlich Faschingskränzchen und Trachtenfeste.

1938      Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März wird das Jahreshauptversammlungs-Protokoll vom 13. Oktober erstmals mit „Heil Hitler“ nach dem bis dahin üblichen „Berg heil“ unterzeichnet. Darin wird ferner festgehalten, dass ab sofort jeder Wettersteiner auch Mitglied des Deutschen Alpenvereins sein muss.

1939      Die NS-Zeit bringt für die Wettersteiner markante Veränderungen: Der bis dahin eigenständige und unabhängige Verein wird als Gruppe „Alpine Gesellschaft Wettersteiner“ in den Zweig Innsbruck des Deutschen Alpenvereins, der wiederum dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen angehörte, eingegliedert. Der bisherige langjährige Vorstand Roman Scheran, der der neuen politischen Situation kritisch gegenübersteht, wird am 11. Mai von Willy Tinkhauser als nunmehriger „Gruppenleiter“ abgelöst. 14 Tage vor Kriegsausbruch wird eine von Roman Scheran organisierte Rheinlandreise bis nach Köln durchgeführt, da die geplante Südtirolfahrt wegen der politischen Lage nicht zustande kommt. 11 Vereinsmitglieder rücken im 2. Weltkrieg ein und kommen alle wieder zurück.

1945      Der Deutsche Alpenverein mit seinen Zweigen, somit auch die Gruppe Wettersteiner, wird von den Siegermächten als NS-Organisation aufgelöst.

1946      Roman Scheran übernimmt wiederum die Leitung der Wettersteiner, die zwar offiziell als Verein nicht mehr existieren, jedoch weiter als Freundeskreis fortbestehen. An neuen Satzungen wird gearbeitet. In der Folge konstituieren sich die Wettersteiner wieder neu als Gruppe im Österreichischen Alpenverein, Zweig Innsbruck.

1948   Verspätete 40-Jahrfeier im Gasthof Sailer. Dank der Mitglieder Sailer Pepi und Nagiller senior gibt es auch Speis und Trank. Alle 25 Mitglieder sind anwesend.